Wilhelm Weizäcker
RechtshistorikerGeburtstag: | 2. November 1886 Prag |
Todestag: | 19. Juli 1961 Heidelberg |
Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Geburtstag: | 2. November 1886 Prag |
Todestag: | 19. Juli 1961 Heidelberg |
Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Internationales Biographisches Archiv 39/1981 vom
Wilhelm Karl Rudolf Weizäcker stammte aus Prag, wo er auch die Rechte studiert und 1909 zum Dr. jur. an der Deutschen Universität promoviert hat. An der gleichen Hochschule hat er dann von 1922-1945 als Dozent, a.o. Professor und ordentlicher Professor gewirkt, nur unterbrochen durch die Jahre 1941-1943, in denen er einen Lehrstuhl an der Wiener Universität innehatte. Seit 1950 lehrte er als Honorarprofessor für Rechtsgeschichte, Bergrechtsgeschichte und Bergrecht an der Universität Heidelberg.
W. hat vor allem über das sächsische Bergrecht in Böhmen gearbeitet, über die Geschichte des Bergbaus in den Sudetenländern, über die Rechtsgeschichte von Stadt und Bezirk Komotau, außerdem über das tschechoslowakische Bergrecht, über Volk, Sippe und Familie im älteren deutschen Recht, über Magdeburger Schöffensprüche und Rechtsmitteilungen für den Oberhof Leitmeritz. Außerdem hat er eine Geschichte der Deutschen in Böhmen und Mähren verfaßt. Der Gelehrte war wissenschaftlicher Mitarbeiter und zweiter Leiter am Deutschen Rechtswörterbuch und galt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Rechtsgeschichte. 1955 wurde W. das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Er war verheiratet mit Marie, geb. ...