Pramoedya Ananta Toer

indonesischer Schriftsteller und Regimekritiker; gilt als bedeutendster indonesischer Schriftsteller des 20. JHs; politischer Häftling unter dem Suharto-Regime; Werke u. a.: "Perburuan" (dt. "Spiel mit dem Leben"), Buru-Tetralogie ("Garten der Menschheit", "Kind aller Völker", "Fußspuren", "Das Glashaus"), "Gadis Pantai" (dt. "Die Braut des Bendoro")

* 6. Februar 1925 Blora

† 30. April 2006 Jakarta

Herkunft

Pramoedya Ananta Toer wurde als ältestes von neun Kindern eines in Holland ausgebildeten Schulrektors in Blora auf Java geboren. Seine Mutter, die P. einmal als die Seele seiner Werke bezeichnete, erzählte ihm abends Geschichten und weckte seine Fantasie und sein Interesse für Literatur (vgl. NZZ, 2.5.2006). Aus Widerstand gegen seinen Vater, der ihn oft erniedrigte, begann P. schon als kleiner Junge zu schreiben.

Ausbildung

P. besuchte zunächst die von seinem Vater geleitete private Grundschule in Blora. Sein Vater hielt wenig von den intellektuellen Fähigkeiten seines Sohnes, schickte ihn aber auf die von den Holländern errichtete, weiterführende MULO-Schule. Gezwungen, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, ging P. anschließend nach Surabaya und besuchte dort die Berufsschule, doch kam die japanische Invasion im März 1942 seinem Lehrabschluss als Mechaniker zuvor. ...