deutscher Politiker und Gewerkschafter; SPD; Bundesminister für Arbeit 1969-1976; Vors. der IG-Bergbau 1964-1969; Präs. des Internat. Bergarbeiterverbandes 1967-1969; stellv. SPD-Fraktionsvors. 1976-1980
* 17. Januar 1925 Heessen/Krs. Beckum
† 7. März 2005 Bornheim b. Bonn
Herkunft
Walter Arendt wurde am 17. Jan. 1925 in Heessen, Krs. Beckum (Westfalen) geboren. Sein Vater war Bergarbeiter und starb mit 57 Jahren an einer Steinstaublunge, ein wichtiges Motiv für A.s späteren Kampf um eine frühere Pensionierung mancher Gruppen von Bergarbeitern.
Ausbildung
Auch A. ergriff nach der Volksschule 1939 mit 14 Jahren den Bergmannsberuf in der Schachtanlage "Sachsen" seiner Heimatstadt. Bis 1947 war er hier über und unter Tage beschäftigt. Dazwischen wurde A. ab 1943 zum Arbeits- und Wehrdienst eingezogen. Als Unteroffizier der Luftwaffe geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Von 1947 bis 1948 besuchte A., gewerkschaftlich engagiert und seit 1946 SPD-Mitglied, den ersten Lehrgang der damals wiedergegründeten Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main und anschließend 1948-1949 die Akademie für Gemeinwirtschaft in Hamburg.
Wirken
Sofort nach Abschluss seiner Ausbildung wurde A. von der IG Bergbau und Energie in ihrer Presseabteilung in Bochum angestellt und begann damit eine rasche Gewerkschaftskarriere. 1954 übernahm er die kommissarische Leitung der Presseabteilung in Bochum, ab 1959 gehörte er dem geschäftsführenden Vorstand der ...