Udo Zimmermann

Udo Zimmermann, geboren am 6. Oktober 1943 in Dresden, war 1954–62 Mitglied des Dresdner Kreuzchors unter Rudolf Mauersberger. Hier wurde der Grundstein für Zimmermanns spätere künstlerische Entwicklung gelegt; damals entstanden drei Motetten (1959, 1961, 1962), die vom Kreuzchor uraufgeführt wurden. 1962 nahm er ein Kompositionsstudium an der Dresdner Musikhochschule bei Johannes Paul Thilman auf; gleichzeitig belegte er die Fächer Dirigieren und Gesang. Erste Werke, die seinem selbstkritischen Blick standhielten, sind u.a. Fünf Gesänge auf Texte von Wolfgang Borchert für Bariton und Kammerorchester (1964) bis zum Musiktheater Die weiße Rose (Ingo Zimmermann, 1967). 1968 bedeutete einen Einschnitt in seinem künstlerischen Werdegang: Er wurde Meisterschüler an der Akademie der Künste zu Berlin bei Günter Kochan. Mit der Musik für Streicher (1968) erschloss er sich dodekaphone Techniken, additive Verfahrensweisen und die »flächige« Organisation klanglicher Prozesse. Mit den nun folgenden Werken, v.a. denen für das Musiktheater, errang Udo Zimmermann internationale Anerkennung. 1991 und 1995 war er Composer-in-residence der Salzburger Festspiele.

1970 wurde er Dramaturg für Neues Musiktheater an der Staatsoper Dresden. 1974 gründete er hier das Studio Neue Musik, aus dem 1986 das Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik (und das Festival Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik) hervorging. 2004 wurde es in das Europäische ...