Péter Eötvös

Péter Eötvös, geboren am 2. Januar 1944 im ungarischen Székelyudvarhely, lernte die klassisch-romantische Musik, die ungarische Moderne und Tanzmusik durch die Mutter kennen, eine Pianistin und Musikpädagogin. Mit 14 Jahren wurde er von Zóltan Kodály an die Budapester Musikakademie aufgenommen, studierte Komposition bei János Viski (1958–61), Ferenc Szabó (1961–65) sowie Klavier bei Ernö Szegedi. Nachdem er 1960 außerhalb des akademischen Lehrbetriebs mit Stockhausens »Gesang der Jünglinge« (1955/56) bekannt wurde, suchte er mit großer Energie den Anschluss an die westeuropäische Avantgarde. Zeitgleich entfaltete er eine umfangreiche kompositorische Auftragstätigkeit für Film und Theater.

Mit Hilfe eines DAAD-Stipendiums gelang ihm 1966 der Sprung ins damalige Mekka der zeitgenössischen Musik, nach Köln. An der Hochschule für Musik begann er bei Wolfgang von der Nahmer ein Aufbaustudium Dirigieren (1966–68), wurde Korrepetitor an der Kölner Oper (1967–68), Pianist und Perkussionist im Stockhausen-Ensemble (1968–76) und arbeitete im elektronischen Studio des Westdeutschen Rundfunks (1971–78): eine Zeit, in der er intensiv die Entwicklung neuer elektronischer Instrumente betrieb.

Als Dirigent errang Eötvös 1978 internationale Anerkennung. Nachdem er in Paris auf Einladung von Pierre Boulez das Konzert zur Eröffnung des IRCAM geleitet hatte, erfolgte 1979 seine Berufung zum musikalischen Direktor des Ensemble InterContemporain (bis 1991), mit dem er über 200 Werke zur ...