Coriún Aharonián, geboren am 4.August 1940 in Montevideo als Sohn armenischer Eltern, wurde in seinen musikalischen Interessen von früh auf unterstützt. Fünfjährig begann er mit Klavierunterricht bei Adela Herrera-Lerena; seit dem 10. Lebensjahr sang er in einem Knabenchor, in dem er später auch Dirigieraufgaben übernahm. Nach Abschluss der Schulzeit studierte Aharonián in Montevideo zunächst vier Jahre lang Architektur. 1955–57 und 1966–69 nahm er privat Kompositionsunterricht bei Héctor Tosar. 1964–66 studierte er dann Musikwissenschaft bei Lauro Ayestarán und 1966–69 Orchesterleitung bei Jacques Bodmer.
1957–2000 betätigte er sich als Musiklehrer sowie Dozent an verschiedenen Schulen und schrieb Musikkritiken für Lokalzeitungen. 1967–74 übernahm er die Funktion des Generalsekretärs der Asociación de Educadores Musicales del Uruguay. 1966 gehörte er zu den Mitgründern des »Núcleo Música Nueva«, aus dem 1967 die Uruguayische Gesellschaft für Neue Musik (SUMC) entstand, als deren Sekretär er mehrmals fungierte. 1968 erhielt Aharonián ein Stipendium zum Besuch des »Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales« am Instituto Torcuato Di Tella in Buenos Aires. Als Stipendiat der französischen Regierung studierte er 1969 sechs Monate in Paris, anschließend als Stipendiat der italienischen Regierung bei Luigi Nono in Venedig. 1970 und 1974 nahm er an den Darmstädter Ferienkursen teil.
Nach seiner Rückkehr nach Montevideo ...