Oskar Kalbfell
deutscher Kommunalpolitiker; Oberbürgermeister von Reutlingen (1945-1973); SPDGeburtstag: | 28. Oktober 1897 Reutlingen |
Todestag: | 5. November 1979 Reutlingen |
Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Geburtstag: | 28. Oktober 1897 Reutlingen |
Todestag: | 5. November 1979 Reutlingen |
Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Internationales Biographisches Archiv 05/1980 vom
Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 51/1997
Oskar Kalbfell, ev., stammte aus Reutlingen-Betzingen. Nach dem Besuch der Volksschule kam er in die Kaufmannslehre, wurde dann Mechaniker und trat bereits nach der Gesellenprüfung im Jahre 1912 der Sozialistischen Arbeiterjugend bei. Von dieser kam er dann im Jahre 1919 zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, in der er sich in den folgenden Jahren aktiv betätigte. Nachdem er im Jahre 1922 kurze Zeit in Österreich Sportlehrer des Arbeitersportvereins in Wels gewesen war, sahen ihn die seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1923 folgenden Jahre als Angestellten in der Lederindustrie und als städtischen Angestellten in Reutlingen. In den Jahren 1927-37 war er Geschäftsführer einer Baustoffgroßhandlung und gleichzeitig Landesjugendleiter der Arbeitersportler Württembergs.
Seit dem Jahre 1922 saß K. für die SPD im Stadtrat von Reutlingen, 1928 kandidierte er für den Landtag und 1931 für den Reichstag. Nach dem Umsturz 1933 wurde K. sofort seiner Stellung enthoben und als SPD-Funktionär in das Konzentrationslager Heuberg gebracht, jedoch nach etwa ...